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Agentensysteme: Verteiltes Problemlösen mit Expertensystemen by Matthias ˜vonœ Bechtolsheim

By Matthias ˜vonœ Bechtolsheim

Problemlosungen im Untemehmen erfolgen arbeitsteilig. Ein Tatbestand, der von vorherrschenden computergesrutzten Informationssystemen, speziell Expertensy stemen, heute nur unzureiehend abgedeckt wird. Dort steht das Individuum als problemlOsender Experte und Expertiseanwender im Vordergrund. Die Notwendigkeit, verteiltes Problemli: isen mit Expertensystemen informations technisch zu realisieren, hat in der Ktinstliehen Intelligenz zum Konzept der "Agentensysteme" gefilhrt. Diesen noch jungen Ansatz greift der Verfasser auf und stellt ihn in einem Bezugsrahmen dar, so daB sein Gestaltungspotential er kennbar wird. Bezogen auf die Hoffnungen, es konne eine "Selbstorganisation" von Agentensystemen geben, mtissen bei kritischer Betrachtung jedoch Ein schrankungen gemacht werden. Nutzt guy die realistischen Moglichkeiten der Agentensysteme, so lassen sieh damit komplexe Interaktionsprozesse zwischen Experten bzw. Expertensystemen rekonstruieren. Anhand der neuesten objektorientierten Softwaretechnologie wird in dieser Schrift gezeigt, wie sieh Agentensysteme erstellen lassen. Hierzu dient ein Bei spiel aus dem Wertpapiermanagement, in dem die Struktur von Agenten im Zu sammenspiel verdeutlicht wird. Bislang noch wenig verstanden ist die Integration verschiedener Expertensysteme in einem Agentensystem. Hierzu findet sich ein Vorschlag filr ein semantisches Referenzmodell, das die Problemli: isungsprozesse der einzelnen Agenten kompatibel machen kann. Diese Schrift fordert nicht nur dazu heraus, Informationssysteme aus einer mehr alltagsweltlichen und damit allgemeinverstandlichen Sieht zu behandeln. Sie gibt dartiber hinaus auch sehr bedeutsame Anregungen filr eigene Entwieklungen und einen Einblick in die Realisierungstechnologie filr Agentensysteme. Dabei wen det sie sich an Anwender und Forscher, die sich auf einer neuen foundation mit Agen tensystemen beschaftigen wollen oder bereits selbst Expertensysteme und verteil te Anwendungssysteme erprobt haben.

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5 wird eine Architektur zur Implementierung von Agentensystemen vorgestellt und in Kap. 6 an einem Fallbeispiel veranschaulicht. 1) Vgl. Bond88:5. 2) Vgl. Hern88:2lff, Bond88. 3) Vgl. Hewitt77, Agha86. 4) Vgl. Yonezawa86b:55ff. 5) V gl. Shoham90. 1. 1. 3. Agentensysteme: Ein Bezugsrahmen fUr verteiltes Problemlosen Oas Schichtenkonzept von Agentensystemen Einleitung Die Betrachtung von ES als einem Ensemble von weitgehend autonomen Agenten vervielfacht die SystemkomplexiUit. Sie HiBt sich durch eine geeignete Strukturierung in generelle Betrachtungsdimensionen leichter handhaben, vgl.

1 . Das Schichtenkonzept von Agentensystemen 49 ~ = Aufgaben- inhalt Abb. 12: Aufgabenschicht eines Agentensystems Auftrag Client Leisrung ( "'00"'" ~ Lei rung ~ Co"W~' ) Abb. 13: Client-Server vs. Producer-Consumer-Beziehungen Sind der leistungserbringende Teil und der leistungsverwertende nicht durch eine direkte Auftragsvergabe gekoppelt, sondem kann der Empfanger ohne Auftrag Ergebnisse des Lieferanten erhalten, so spricht man von einer Producer-Consumer-Beziehung. 50 3. Agentensysteme: Ein Bezugsrahmenjur verteiltes Problemlosen Letzterer Begriff erscheint allerdings unsystematisch, denn im okonomischen Sinne handelt es sich auch bei Client-Server-Beziehungen urn eine Form von Produktion und Konsumtion.

Contract net approach,,2). Intensiver waren die Bemlihungen dort, wo man es mit raumlich verteilten Systemen zu tun hatte, die sich in wechselseitig koordinieren konnen mussen, namlich bei Robotern und roboterahnlichen Systemen, und die dazu einen gewissen Grad an Autonomie besitzen mtissen3). Roboter sind - gegenuber monozentrisch orientierten ES - dazu gezwungen, ihre Umwelt auf Veranderungen hin zu beobachten, unabhangig von einem Bediener Handlungsplane zu erzeugen und diese unter Echtzeitbedingungen in Aktionen urnzusetzen, so daB auf situative Veranderungen jederzeit im Sinne des einzelnen Automaten zielgerecht reagiert werden kann4).

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