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Bevölkerung, Ungleichheit, Auslese: Perspektiven by Hansjörg Gutberger

By Hansjörg Gutberger

Der Band nimmt sich der Problematik von sozialer Ungleichheit und demographischem Wandel aus wissenschaftshistorischer Perspektive an. Seit den 1930er Jahren glaubten viele Bevölkerungs- und Sozialwissenschaftler, dass die quantitative und die "qualitative" Bevölkerungsentwicklung auch über die Planung sozialer Positionen beeinflussbar sei. Sozialtechniken waren inhärenter Bestandteil dieser Demographie. Nicht die soziale Realität, auch nicht tatsächliche sozialpolitische Maßnahmen und deren ungleichheitshemmende oder ungleichsfördernde Wirkungen sind hier Gegenstand der Untersuchung, sondern ausschließlich die Wahrnehmung von "Bevölkerung, Ungleichheit, Auslese" im Fokus der sozialwissenschaftlichen Bevölkerungsforschung zwischen 1930 und 1960. Diese Rekonstruktion erscheint notwendig, weil in Zeiten wachsender sozialer Ungleichheit in Vergessenheit zu geraten droht, wie dieses Thema in der damaligen Bevölkerungsforschung verarbeitet wurde.

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Von SchlieBungsmechanismen und Prozessen der Statussicherung. Die gegebenen GroBen einzelner sozialer Schichten bzw. B. B. Akademiker) im gleichen MaB wachst. Die Anzahl bzw. " 109 105 '06 107 Andorka 2001:198. Endruweit, Georg 2002:469. Vgl. Endruweit, Georg 2002:467. Ein Interesse an einer Festschreibung sozialer Positionen und einer sozialen SchlieBung gibt es aber gerade auch in modemen Gesellschaften. Nur lauft dies nun vermittelt tiber Interessenverbande ab. Berger zeigt, dass sich in einer Marktgesellschaft die Berufsverbande als Erben standestaatlicher Standessicherung entpuppen und in erster Linie die "einmal erreichte Position" absichem helfen: vgl.

Was niitzt die Erkenntnis iiber soziale Ursachen von Bevolkerungsvorgangen, wenn diese mit dem Instrumentarium der Sozialwissenschaft des 19. Jahrhunderts wahrgenommen werden? Untersucht wird hier deshalb, welche Form sozialwissenschaftlichen Denkens in der Nahe der Demographic eigentlich gepflegt wurde, in welchen disziplinaren Traditionslinien wurde diskutiert und schlieBlich, welche genuin 'sozialwissenschaftlichen' Argumentationen spielten in die Bevolkerungspolitik und Bevolkerungsplanung mit hinein.

Zu verstehen. In der Folge bemiihte sich Rainer Mackensen dann, eben diesen weiten Begriff klassifikatorischer Formen fur die Bevolkerungssoziologie als irrelevant darzustellen. Er hob dabei - und dies kann man auch als Abgrenzung zu Vertretem der Gesinnungstheorie lesen - auf das Verhalten und auf gemeinsame Konventionen als Klassenmerkmale ab. Wenn wir die Inhalte der im Anhang als Quellen aufgefuhrten Studien im Zusammenhang betrachten, so fallt auf, dass das Bevolkerungsthema in zwei parallel verlaufenden Formen bearbeitet wurde, namlich zum einen als eine in Zusammenhang mit der Ordnung des 'Sozialen' stehende Bevolkerungsforschung.

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