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Bürgerliche Bohème by Oscar A. H. Schmitz

By Oscar A. H. Schmitz

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Psycholinguistik

Anhand der leitenden Fragestellung Welche kognitiven Voraussetzungen und Prozesse machen die menschliche Sprachfähigkeit aus? bietet der Band eine umfassende Einführung in die Psycholinguistik. Er präsentiert die folgenden Teilgebiete: Sprachliches Wissen, Spracherwerb, Sprechen, Sprachverstehen sowie Störung und Krankheit des Sprachsystems.

SoLoMo – Always-on im Handel: Die soziale, lokale und mobile Zukunft des Omnichannel-Shopping

Dieses Fachbuch zeigt auf, welches Potenzial das cellular net für den stationären Handel darstellt. Das buying der Zukunft zeichnet sich durch ein begleitendes Zusammenspiel von sozialer Vernetzung, Lokalisierung und mobiler Internetnutzung beim Ladenbesuch aus. Dieser Dreiklang bildet die foundation für die „Synergien des SoLoMo“, die neue Möglichkeiten der Vermarktungseffizienz – insbesondere für stationäre Händler – erschließen.

Licht werden – Imagination in Therapie und Beratung: Innere Transformationsprozesse durch die Kraft des Bewusstseins

Die Autorin erläutert anhand von Fallbeispielen das therapeutische wie beratende Arbeiten mit menschlicher Vorstellungskraft (Imagination). Dazu bezieht sie zahlreiche – vorwiegend naturwissenschaftliche – Erkenntnisse in die Erklärung der Kraft immaterieller Wirkfaktoren auf das ganzheitliche Gleichgewicht des Menschen und die dadurch entstehenden Transformationsprozesse mit ein.

Profiling zwischen sozialer Praxis und technischer Prägung : Ein Vergleich von Flughafensicherheit und Credit-Scoring

Fabia Schäufele untersucht, wie die Technisierung von Tätigkeiten die Einflussverteilung in den sie umsetzenden sozio-technischen Konstellationen verändert. Die Autorin geht dieser Frage im Rahmen einer vergleichenden Studie von Profiling-Prozessen – zu Sicherheits- und Überwachungszwecken – an Flughäfen und beim Credit-Scoring nach.

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3 An einem der nächsten Tage nahm Mely doch das »Buch der Lieder« aus dem Bücherschrank. Sie las erst im Stehen hie und da ein Gedicht, dann setzte sie sich auf einen Stuhl – nach ihrer Gewohnheit nur auf die Kante –, las und las, und schließlich ließ sie das Buch sinken, ihre Schläfen schmerzten, die Glieder waren schwer und müde, in ihr wühlte eine unbekannte Erregung. Zuletzt hatte sie kaum mehr auf den Sinn geachtet, sich nur dem betäubenden Rhythmus der Verse hingegeben, aus denen ihr Blumennamen und Düfte, Worte wie Liebessehnsucht, Mondschein und Geheimnis, Erinnerungen an Stelldichein und Küsse im Gedächtnis blieben.

Oder sollte sie sich gar Elisabeth Schlosser anvertrauen? Um Gottes willen, wenn die davon etwas wüßte! Die stand ja hoch und unnahbar über solchen Dingen. Am Nachmittag konnte sie kaum erwarten, Erwin zu sehen. In den letzten Tagen hatten sie den Heimweg immer mehr ausgedehnt. Da Frau Sanders um diese Zeit ausging, blieb Melys Fernbleiben unbeachtet. Erwin war blaß, als er ihr entgegenkam. »Wie leidenschaftlich muß er mich lieben,« dachte sie und sie nahm sich ernstlich vor, diese schönen Gefühle zu erwidern.

Er gab sich innerlich einen Ruck, um seine Schüchternheit zu besiegen, und wollte Mely auf den Mund küssen. �Nein, nicht,« sagte sie und wehrte sich. « Da hatte er nun eigentlich recht, wenn sie sich liebten, mußten sie sich auch küssen. Das gehörte dazu. So stand es ja auch in allen Gedichten. Nach einiger Zeit des Schweigens versuchte er wieder einen Kuß, und sie wehrte sich nur noch zum Schein. �Wir lieben uns doch,« sagte er wieder. Ja, sie liebten sich doch. Was war das anderes als Liebe, dachte sie, und schließlich ließ sie sich küssen; aber sie hörten Tritte und mußten sich bald entfernen.

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