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Das Warschauer Getto. Alltag und Widerstand im Angesicht der by Markus Roth, Andrea Löw

By Markus Roth, Andrea Löw

So wie Auschwitz für den Massenmord an den europäischen Juden insgesamt steht, so ist Warschau sicherlich das Getto des Holocaust.
Hier waren insgesamt knapp 500.000 Menschen eingepfercht, mehr als in jedem anderen Getto im deutsch besetzten Europa. Und hier leisteten die verfolgten Juden Widerstand gegen ihre deutschen Peiniger. Mehrere Wochen brauchte die SS, um den Aufstand der jüdischen Widerstandsorganisation im Frühjahr 1943 nieder zu schlagen.
Eindringlich schildern Andrea Löw und Markus Roth die Geschichte des Gettos und seiner Menschen. Sie hungerten und wurden krank, sie litten und sie hatten Angst. Aber diese Menschen reagierten auf vielfältige paintings und Weise auf Verfolgung und Erniedrigung. Viele von ihnen kämpften ohne Waffen ebenfalls einen heroischen Kampf, sie kämpften gegen starvation und Krankheiten, für die Bildung ihrer Kinder, für ihr kulturelles Leben und um ihre körperliche und geistige Selbstbehauptung. Ihre Bemühungen, sich ein Leben zu organisieren, in dem es Kultur und Musik, Hilfe für andere, Liebe und Freundschaft gab, stehen im Mittelpunkt dieses Buches. Dabei kommen die Verfolgten selbst durch Tagebücher und Erinnerungen ausführlich zu Wort. Erstmals erhalten die deutschen Leser so ein lebendiges Bild vom Alltag der Menschen im Getto.

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Der deutsche Verwaltungsapparat war klein, seine Kontrollmöglichkeiten daher begrenzt. An der Spitze stand nach Gründung des Generalgouvernements formal der Distriktchef, der jedoch die Aufgabe auf den Beauftragten des Distriktchefs für die Stadt Warschau, später Stadthauptmann, übertrug. Diesen Posten besetzte Gouverneur Ludwig Fischer mit verdienten Nationalsozialisten; von Anfang November 1939 bis März 1940 war Oskar Dengel Stadthauptmann, der vorher in der Würzburger Verwaltung gearbeitet hatte und von dort eine Reihe Mitarbeiter mitbrachte, unter anderen Ludwig Leist, der ab März 1940 Dengels Nachfolge übernahm und bis zum Ende der Besatzung Stadthauptmann in Warschau blieb.

19] Vorfälle und Klagen dieser Art rissen auch in der Folgezeit nicht ab. Selbst zu Hause wurden Czerniaków und seine Frau nach einem strapaziösen Arbeitstag noch von Bittstellern bedrängt. In einer Mischung aus Abfälligkeit und Resignation schreibt er darüber: «Dabei ständige Ansinnen der Juden. An die Gemeinde zahlen wollen sie nicht, verlangen aber Interventionen bei Privatangelegenheiten und Unglücksfällen. »[20] Emanuel Ringelblum und andere Kritiker warfen ihm überdies vor, er habe sich von der Bevölkerung entfernt, er bevorzuge assimilierte Juden und sei den Deutschen gegenüber zu konziliant.

Im Januar befahl der Höhere SS- und Polizeiführer den Judenräten im Generalgouvernement eine Registrierung aller männlichen Juden im Alter von 14 bis 60 Jahren. Erst mit dieser Zählung, die in den ersten Februartagen durchgeführt wurde, nahm die Verordnung des Generalgouverneurs über die Arbeitspflicht für Juden, die er bereits im Oktober 1939 erlassen hatte, Gestalt an. Bis zum 10. 000 Personen, die nun eine Arbeitskarte erhielten, mit der sie sich an bestimmten Tagen im Monat zur Arbeit melden mussten.

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