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Der Tod Gottes und die Wissenschaft: Zur Wissenschaftskritik by Carlo Gentili, Cathrin Nielsen

By Carlo Gentili, Cathrin Nielsen

Together with his speak of the "death of God", the thinker Friedrich Nietzsche offered a analysis of the longer term that's either complicated and hugely topical. even if this have been the topic of exhaustive dialogue in reference to the ensuing functional challenge of the lack of values, its relevance for the prestige and selfunderstanding of the theoretical sciences has no longer been broached. 17 contributions from recognized students method the topic by means of highlighting the relationship among the explicit nature of contemporary technological know-how and the non-involvement of theology.

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Nietzsche spannt geschichtsphilosophisch einen weiten Bogen: Auf Hegels „gotische Himmelstürmerei“ durch die Zentralstellung einer Vernunft, der die Wahrheit in ihrer ganzen, auf das Absolute, auf Gott hin, transparenten Totalität zugänglich ist, erfolgt als Gegenschlag ein „Sieg der antiteleologischen mechanistischen Denkweise als regulativer Hypothese“ (N 1884, KSA 11, 26[386]), wie er als Prä-Popperianer wohlabgewogen erklärt und auf den Sieg der Darwinisten zielt. “ (FW 373) Das methodische Ja und zugleich ethische Nein zum Mechanismus zeigt die Spannweite von Nietzsches Denken auf.

KSA 13, 14[169]. N 1887, KSA 12, 5[71], S. 211 – 217, KGW IX/3: N VII 3, S. 13 – 24. 24 Andreas Urs Sommer beschränkt wird und aufhçrt, Nietzsches Denken als solches zu strukturieren. Daher spielt sie im Spätwerk, z. B. im Antichrist, kaum mehr eine tragende Rolle. Zuerst diskutiert das ,Lenzerheide-Fragment‘ die Vorteile der christlichen Moralhypothese, die aber von der aus dieser Moral selbst erwachsenden Wahrhaftigkeit zersetzt worden sei. Nun erweise sich Gott als eine „viel zu extreme Hypothese“ (N 1887, KSA 12, 5[71], S.

Hat man in Gott den Inbegriff des Lebens, die Quelle aller Freude gesehen, welkt mit seinem Tod leicht alle Freude dahin und alles Hoffen erstirbt im Eisstrom des Nihilismus. Hat man Gott hingegen als ins Kosmische übersteigerten, orientalischen StammesgottDespoten verdächtigt, wird man die Zeit nach seinem Tod als Eintreten in eine fast künstlich-paradiesische Idylle der Selbstverantwortlichkeit empfinden. Wem Gott als Garant und Schlussstein der physikalischen und moralischen Ordnung erschienen ist, wird nach seinem Hinscheiden mit einer chaotischen Welt konfrontiert, während derjenige, dem Gott als Gegenprinzip zu einem bloß kausalmechanisch sich abspulenden Weltgetriebe gegolten hat, sich nach Eintritt des gçttlichen Exitus mit der Trostlosigkeit dieser rein kausalmechanischen Ordnung abfinden muss.

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