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Deutsche Orthografie: Regelwerk und Kommentar by Peter Eisenberg, Deutsche Akademie fur Sprache und Dichtung

By Peter Eisenberg, Deutsche Akademie fur Sprache und Dichtung

Das vorgelegte Buch beruht auf jahrelangen Erfahrungen, die der Autor in der Auseinandersetzung mit der Neuregelung der Orthografie von 1996 und insbesondere als Vertreter der Deutschen Akademie fur Sprache und Dichtung im Rat fur deutsche Rechtschreibung gesammelt hat. Im Ergebnis dieser Tatigkeiten wird ein vollstandiges orthografisches Regelwerk fur das Deutsche vorgelegt, das sowohl sachliche Konsistenz als auch Verstandlichkeit anstrebt.
Dem Regelwerk gehen zwei Kapitel voraus, in denen zunachst besprochen wird, wie die Begriffe 'Regel' und 'Regelwerk' zuganglich gefasst und auf den Wortschatz des Deutschen angewendet werden konnen. Im zweiten Kapitel geht es um die Spezifika der einzelnen Teile des Regelwerks, und zwar ausdrucklich auch unter der Fragestellung, warum die Neuregelung der Orthografie so schwer uberwindbare Schwierigkeiten bei der Umsetzung in den Alltag des Schreibens und des Orthografieunterrichts hervorgerufen hat.
Das Buch strebt keine weitere Modifikation der Neureglung an. So weit irgend moglich, halten wir uns an die amtliche Regelung. Es soll aber gezeigt werden, dass der deutschen Orthografie nichts Bedrohliches innewohnt, sondern dass sie - auch im Vergleich mit den Orthografien einiger Nachbarsprachen - ein historischer Glucksfall ist, den wir hegen und pflegen sollten.

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H. einer Verständigung über die Inhalte des Regelwerks. Riesige öffentliche Kampagnen wie die von der Buchmesse 1996 ausgehende taten das Ihre. Das Urteil des Verfassungsgerichts von 1998 gilt bis heute als juristisch heikel. Nur ein paar Hardliner verteidigten das Reformwerk noch in Bausch und Bogen. Im Jahr 1997 gab es eine kleine Zeitungsmeldung, in der einer der Autoren (er ist inzwischen verstorben) erklärte, er fühle sich für seinen Regelteil letztlich nicht verantwortlich, weil an den Formulierungen insgesamt weit über einhundert Personen beteiligt gewesen seien.

Person (st und t) sind ebenfalls vorhanden, wenn auch nicht ohne weiteres als solche segmentierbar. Im Plural stimmen die Formen der 1. und 3. Person überein, wie es bei buchstäblich allen Verben des Deutschen und allen Tempora und Modi der Fall ist. Beide Pluralformen enden auf d, so als läge Auslautverhärtung vor. Ganz offensichtlich haben wir es mit einem Fall von Überschuss der Regel zu tun, dass Auslautverhärtung in der Schrift nicht abgebildet wird (R10). Die Formen aus dem Nahbereich haben Schreibungen, die alles andere als willkürlich sind.

Schreibvarietäten, die etwa einer Umgangslautung, dialektalen oder soziolektalen Färbung vergleichbar wären, gibt es nicht. Die orthografische Norm ist eindeutig und für alle dieselbe. Zwar gibt es Varianten, sie haben aber einen anderen Status als im Gesprochenen. Vieles hängt von der Art der Steuerung des Erwerbs ab, von der Progression und immer wieder vom verwendeten Sprachmaterial. Lehrer müssen wissen, in welchen Erwerbsstadien welches Material zu verwenden ist und – genauso wichtig – welches nicht.

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