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Die Illusionen der Postmoderne: Ein Essay by Terry Eagleton, Jürgen Pelzer

By Terry Eagleton, Jürgen Pelzer

Die Postmoderne als Phänomen der Alltagskultur. Terry Eagleton schreibt aus einer politischen Perspektive über die Stärken und Schwächen der Postmoderne-Bewegung, die er als die Ideologie unserer Zeit begreift. Ein ungewöhnlicher Beitrag zur lebhaft geführten Debatte um die Postmoderne.

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Aber dies - die endgültige Gleichsetzung von System mit dessen Negation - ist eine derart zynische Vorstellung, daß es schwerfällt, sie sich weiter auszumalen. Man stelle sich schließlich die bizarrste aller Möglichkeiten vor. Ich habe von den Symptomen einer politischen Niederlage gesprochen; aber was wäre, wenn diese Niederlage 25 Anfänge eigentlich gar nicht wirklich stattgefunden hätte? Wie, wenn es nicht um einen Rückschlag der Linken ginge, der einem Aufschwung folgte, sondern um ihre anhaltende Auflösung, um ein allmähliches Versagen der Nerven, eine schleichende Lähmung?

Wenn die postmoderne Theorie wirklich davon überzeugt ist, daß das Historisieren ipso facto radikal ist, dann irrt sie sicherlich. Sie nimmt an, daß das Historisieren weitgehend von der Linken betrieben wird, was keineswegs der Fall ist. Intellektuellen wie Edmund Burke, Michael Oakshott und Hans-Georg Gadamer braucht man nicht zu erklären, daß Ereignisse nur in ihrem historischen Kontext verstanden werden können. Für eine ganze Gruppe von liberalen oder rechtsorientierten Theoretikern ist die gefühlvolle Einstimmung auf den historischen Kontext, auf die kulturellen Gestaltungskräfte des Individuums, auf die verdeckten Traditionen und die Macht des Lokalen und Idiosynkratischen eine Methode gewesen, das zu diskreditieren, was sie als blutleere ahistorische Rationalität der Radikalen betrachten.

Nunmehr gelten diese Interessen als transzendental, selbstbestätigend und der Kritik unzugänglich, eine Position, die sicherlich in jemandes Interesse ist. Sie repräsentieren das, was nicht hinterfragt werden kann, und folglich darf auch nicht nach ihren historischen Wurzeln gefragt werden. Das Konzept der Ideologie, das unter anderem dazu diente, die Beziehungen zwischen unseren Meinungen und unserem Handeln zu beleuchten, wird so einfach fallengelassen, ein bequemes Verfahren, da diese Argumentation, die 49 Ambivalenzen unsere sozialen Meinungen und Interessen jeglicher radikalen Infragestellung entzieht, genaugenommen selbst ein ideologischer Diskurs ist.

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