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Die Zukunft der Gemeinwesenarbeit: Von der Revolte zur by Rolf Blandow Dipl.-Sozialarbeiter, Judith Knabe M.A., Dr.

By Rolf Blandow Dipl.-Sozialarbeiter, Judith Knabe M.A., Dr. habil. Markus Ottersbach (auth.), Rolf Blandow, Judith Knabe, Markus Ottersbach (eds.)

Nach einer 40-jährigen Akzeptanzphase fristet die Gemeinwesenarbeit (GWA) als eine der drei klassischen Methoden der Sozialen Arbeit inzwischen quickly ein Nischendasein. Auch in den Studiengängen der Hochschulen taucht sie als eigenständiges und explizites Angebot kaum noch auf. Bedeutet dies, dass sie überflüssig geworden ist? Oder ist sie eher zu einem selbstverständlichen und damit äußerlich eher unsichtbaren Bestandteil der Sozialen Arbeit avanciert?

Um auf diese Fragen Antworten zu finden, muss zunächst die Entwicklung der GWA rekonstruiert werden. Dargestellt wird, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen und mit welchen Zielen die GWA in den 1960er Jahren hierzulande angetreten ist, wie sich ihre Rolle mit der Zeit verändert hat und wie Theorie, Praxis, Politik und Verwaltung jeweils heute die Rolle der GWA definieren. Zudem wird diskutiert, in welchem Verhältnis die GWA zu neueren Konzepten wie der Sozialraumorientierung steht und ob sie ihre kritische Haltung heute noch erfolgreich einlösen kann.

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In kaum einem anderen Handlungsfeld der Sozialen Arbeit ist die Haltung der professionellen und ehrenamtlichen Akteur(innen) so gefordert, selten ist man so mit seiner Persönlichkeit involviert, wird in Frage gestellt und steht so in der Öffentlichkeit wie in der Gemeinwesenarbeit. Alinsky benennt diese Haltung als „Leidenschaft für den Nächsten“ und hat damit eine klassische Formulierung geprägt. Diese Formulierung ist irritierend und aufschlussreich zugleich: Denn Alinsky – die Galionsfigur der aggressiven Gemeinwesenarbeit marxistischer Prägung, die personifizierte Anleitung zum Mächtigsein – benennt eben nicht das Gemeinwesen oder die Arbeiterklasse als Objekt seiner Leidenschaft, sondern den Nächsten.

B. dadurch, dass die Gemeinwesenorientierung in die soziale Arbeit einer Begegnungsstätte oder in einem Altenwohnheim integriert wird. Resümee Die demografische Entwicklung stellt Anforderungen an kommunales Handeln, insbesondere an die Gestaltung der Wohnquartiere, die ihr den Stellenwert einer Querschnittsaufgabe zuweist, darauf hat u. a. V. in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bereits 2007 in aller Deutlichkeit hingewiesen: „Der demografische Wandel Veränderung der demografischen Entwicklung 55 wirkt sich auf alle Bereiche der Gesellschaft aus und erfordert daher auch strategische Antworten – Anpassung und Gegensteuerung in allen Politikfeldern …“ (Deutscher Verband 2007, S.

In kaum einem anderen Handlungsfeld der Sozialen Arbeit ist die Haltung der professionellen und ehrenamtlichen Akteur(innen) so gefordert, selten ist man so mit seiner Persönlichkeit involviert, wird in Frage gestellt und steht so in der Öffentlichkeit wie in der Gemeinwesenarbeit. Alinsky benennt diese Haltung als „Leidenschaft für den Nächsten“ und hat damit eine klassische Formulierung geprägt. Diese Formulierung ist irritierend und aufschlussreich zugleich: Denn Alinsky – die Galionsfigur der aggressiven Gemeinwesenarbeit marxistischer Prägung, die personifizierte Anleitung zum Mächtigsein – benennt eben nicht das Gemeinwesen oder die Arbeiterklasse als Objekt seiner Leidenschaft, sondern den Nächsten.

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